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DUS FOR JEWS
DUS FOR JEWS

Sichtbar. Sicher. Selbstverständlich.

DUS FOR JEWS – Gemeinsam stark e.V. ist eine Düsseldorfer Bürgerinitiative und
eingetragener Verein, der sich für Solidarität, Präsenz und Selbstverständlichkeit jüdischen
Lebens und Kultur in unserer Stadt einsetzt.
Es geht darum, einen Teil dazu beizutragen, dass jüdisches Leben in Düsseldorf offen, sicher
und selbstverständlich präsent bleiben. Anknüpfend an die bereits starke Offenheit unserer
Stadt, das vielfältige Engagement der Jüdische Gemeinde Düsseldorf sowie der jüdischen und
israelischen Community möchten wir durch Begegnung, kulturellen Austausch und
öffentliche Präsenz dazu beitragen, dass jüdisches Leben als lebendiger Teil Düsseldorfs noch
selbstverständlicher wahrgenommen werden.
Gleichzeitig möchten wir die Düsseldorfer Stadtgesellschaft sensibilisieren, Interesse wecken
und Menschen für Kennenlernen, Verbundenheit und den kulturellen Austausch mit unserer
Partnerstadt Haifa begeistern.

Unsere Stadt. Unsere Verantwortung.

Düsseldorf hat eine jüdische Geschichte. Seit dem Mittelalter ist jüdisches Leben fester
Bestandteil der Stadt und entwickelte die Residenzstadt früh zu einem bedeutenden Zentrum
jüdischen Lebens im Rheinland. Jüdische Familien, Rabbiner, Kaufleute, Unternehmer,
Künstler und Publizisten prägten Düsseldorf kulturell, wirtschaftlich und gesellschaftlich über
Generationen hinweg mit. Die in Düsseldorf geborene Luise Rainer wurde als erste
Schauspielerin der Filmgeschichte mit zwei Oscars in Folge ausgezeichnet. Lilli Marx machte
von Düsseldorf aus jüdisches publizistisches Leben nach dem Krieg wieder sichtbar und legte
damit einen Grundstein für die heutige Jüdische Allgemeine. Mit Paul Spiegel war Düsseldorf
zudem Heimat einer der bedeutendsten jüdischen Stimmen der deutschen
Nachkriegsgesellschaft. Jüdisches Leben gehört damit nicht nur zur Vergangenheit, sondern
zur lebendigen Identität dieser Stadt.

Verantwortung endet nicht beim Erinnern.

Düsseldorf trägt diese Geschichte in sich – und mit ihr die Verantwortung, jüdisches Leben
nicht nur rückblickend zu würdigen, sondern auch im Hier und Jetzt als offenen Teil des
städtischen Lebens ernst zu nehmen. Diese Verantwortung zeigt sich im Erinnern an
Verfolgung, Entrechtung und Shoah. Sie zeigt sich aber ebenso darin, antisemitische
Entwicklungen nicht zu übersehen und jüdisches Leben im öffentlichen Raum
selbstverständlich präsent zu halten. Auch die Verbindung zu unserer Partnerstadt Haifa
verstehen wir in diesem Sinne: nicht als symbolische Geste, sondern als gelebte Partnerschaft.
Mit einem Holocaustmuseum und einem Heim für Überlebende in Haifa stehen wir bereits im
Austausch und konnten in einem ersten gemeinsamen Projekt konkret zu einem würdevollen
Umgang mit Erinnerung beitragen. Für uns gehört beides untrennbar zusammen: der
respektvolle Blick auf die Vergangenheit und der aktive Beitrag zu einer lebendigen jüdischen
und israelischen Gegenwart.

Der 7. Oktober hat alles verändert.

Seit dem 7. Oktober 2023 und den darauffolgenden Entwicklungen sind antisemitische und
israelfeindliche Vorfälle auch in Deutschland deutlich sichtbarer geworden. Gesellschaftliche
Debatten haben sich verschärft, Feindbilder werden offener formuliert und offene Zugehörigkeit wird vielerorts wieder bewusster abgewogen. Auch in einer weltoffenen Stadt wie Düsseldorf bleibt diese Entwicklung nicht folgenlos. Wenn eine Kippa nicht mehr selbstverständlich auf der Kö getragen werden kann, wenn ein Davidstern unter der Kleidung verschwindet, wenn Hebräisch im Alltag zurückhaltender gesprochen wird oder israelische Zugehörigkeit unausgesprochen bleibt, dann zeigt sich, dass Normalität keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

Mitten in Düsseldorf. Mitten im Leben.

DUS FOR JEWS ist nicht als abstrakter Mahnverein gegründet worden, sondern als konkrete
Düsseldorfer Solidaritäts- und Präsenzinitiative. Im Mittelpunkt stehen Begegnung,
Austausch und die selbstverständliche Präsenz jüdischen Lebens im öffentlichen Alltag.
Durch kulturelle Formate, gemeinsame Aktionen, Vernetzung, Bildungsarbeit und neue
Gesprächsräume möchten wir Menschen zusammenbringen, Interesse wecken und Nähe dort
entstehen lassen, wo im Alltag oft Distanz bleibt. Erste gemeinsame Projekte und öffentliche
Impulse zeigen bereits, wie aus dieser Idee konkrete Bewegung werden kann.

Düsseldorf und Haifa verbindet mehr.

Mit unserer Partnerstadt Haifa verbindet uns der Wunsch nach kulturellem Austausch,
gemeinsamer Erinnerungsarbeit und einer lebendigen deutsch-israelischen Verbundenheit.
Diese Partnerschaft verstehen wir nicht als formalen Städtebund, sondern als konkrete
Einladung zu Begegnung, Zusammenarbeit und gemeinsamer Verantwortung.

Damit Düsseldorf noch selbstverständlicher jüdisch bleibt.

Jüdisches Leben haben in Düsseldorf Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Damit diese
Präsenz weiter wächst, braucht es Aufmerksamkeit, Offenheit und Menschen, die bereit sind,
sich einzubringen. DUS FOR JEWS möchte dazu einen aktiven, verbindenden und sichtbaren
Beitrag leisten.

Mit einem herzlichen Shalom, Vorstandsvorsitzende Daniela Masberg & Rivkah Young

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